Nepal
Trekking von Jiri zum Everest Base Camp
Nepal ist wohl eine der Traumdestinatioen eines Trekkers. Und das nicht ohne Grund. Die Eindrücke der vielfältigen fremden Kulturen und die einmalige Gebirgslandschaft in Nepals machen eine Reise in dieses Land zu einem unvergesslichen Erlebnis.
Der Reisebericht beschreibt eine klassische Trekkingroute von Jiri bis zum Everest Base Camp. Sie führt zuerst durch eine dicht besiedelte Gebirgslandschaft bis hinauf zu den Gletschern des Himalayas.
Ankunft in Kathmandu
Bei der Ankunft am Flughafen von Kathmandu wird uns schlagartig bewusst, dass wir ein einem Land sind in dem vieles ein wenig anders ist als von der Schweiz her gewohnt. Der Flughafen hier in Kathmandu ist nicht so ein steriles, modernes Gebäude wie die meisten Flughäfen in Europa. Er hat eher den Charm eines alten Bahnhofes. Die Holztäferung sieht aus als wäre, (und wahrscheinlich auch ist) die Zeit der letzten 50 Jahre ohne Renovation an ihr vorübergegangen. Die Möbelierung ist authentisch und stammt ebenfalls aus dieser Zeit. Und so machen wir uns schnurstracks auf zu einem der bereitstehenden Stehpulte um unser Visaantrag auszufüllen. Wir merken, dass wir schneinbar die einzigen sind, welche im Reiseführer nicht gelesen haben, dass man zur Einreise ein Foto mitzunehmen hat, welches dann vom Zöllner, zusammen mit dem Visa, mit dem offiziellen Einreisestempel versehen wird. Zum Glück gibts einen Fotografen, im Raum der zu einem fairen Preis ein Foto macht, während die Schlange am Zollschalter immer länger wird.
Die Pole Position bei der Einreise haben wir schon vergeben, und so stellen wir uns an der Schlange an. Es geht aber eigenlich erstaunlich schnell vorwärts. Und so sind wir am Ende nicht später an der Gepäcksausgabe als der Rest der Ankommenden.
Vor dem Flughafen suchen wir uns ein Taxi, dass uns zum Kathmandu Guest House fährt.
Wir sind vom lebhaften Treiben auf den Strassen überwältigt. Vorsichtig wagen wir uns einige Strassen weiter vom Hotel weg. Wir versuchen uns zu merken, wie wir den Weg zurück wieder finden. Wir besuchen den Dubar Square, stellen aber fest, dass wir für eine Führung durch die Tempelanlage doch zu müde sind. So beschliessen wir in einer Bar an der naheglegenen Freak Street unser erstes nepalesiches Bier zu trinken.
Der Trek
Fahrt nach Jiri 25.10.2010
Beim Kauf des Bus Tickets hat noch alles ganz einfach getönt. Um 6 Uhr soll der Bus von der Old Bus Station, ganz in der Nähe des Ratna Parks starten. Also kein Problem, den Wecker auf 5 Uhr gestellt und uns auf den Weg vom Kathmandu Guest House zur Bus Station gemacht. Erstaunt stellen wir fest, dass zu dieser Tages-, oder besser gesagt Nachtzeit, Kathmandu noch schläft. Die Strassen und Gassen bei denen es tagsüber fast kein Durchkommen gibt sind fast menschenleer.
Wir kommen also einiges schneller voran, als wir das am Tag zuvor gedacht haben. Wir sind zuversichtlich, rechtzeitig beim Busbahnhof anzukommen und hoffen, dass die Zeit noch reicht, um den Kaffee zu trinken, welchen wir im Hotel nicht mehr bekommen haben.
Bei der Ankunft an der Old Bus Station stellen wir aber erstaunt fest, dass es sich bei der Station nicht um eine wohlorganiertes Busterminal handelt, sondern eher um einen riesigen Busparkplatz, auf dem die unzähligen Fahrzeuge, scheinbar ohne Ordnung herumstehen. Die Tatsache, dass es immer noch dunkel ist, und das ganze Areal nicht beleuchtet ist, ist der Suche nach dem richtigen Bus auch nicht gerade zuträglich. So beginnen wir uns durchzufragen. Leider sind die Auskünfte die wir von den verschiedensten Leuten bekommen nicht gerade eindeutig. Immerhin hat aber jeder Meinung, wo dann der Bus abfahren könnte. Nach einigen widersprüchlichen Auskünften von Passanten ändern wir unsere Strategie. Wir versuchen etwas präzisere Angaben an einem der unzähligen Schaltern der verschiedenen Busgesellschaften zu erhalten. Leider mit dem gleichen Ergebnis. Fast durch Zufall geraten wir dann aber zu dem Schalter, der zu unserem Bus gehört. Ein Mitarbeiter der Firma führt uns durchs Durcheinanderzielstrebig zum richtigen Bus, der sich schon langsam richtung Ausgang drängt. Endlich sitzen wir auf unseren Plätzen und warten gespannt, wie es der Bus nach langer Zeit endlich schafft, aus dem Bushof auf die Strasse zu kommen!
Bei unseren Reisevorbereitungen mit Google Earth haben die Strecke zwischen Kathmandu und Jiri auf gut 100km geschätzt. So sind wir dann beim Billetkauf doch etwas erstaunt gewesen, dass uns die Reisezeit auf 10 bis 12 Sunden angegeben worden ist. Jetzt wo wir aber im Bus sitzen,scheinen uns die Angaben aber realistisch. Der Fehler war wohl, dass wir die vielen Berge und Täler mit den unzähligen Passtrassen daziwischen als eine Gerade angenommen haben. Die Strecke führt aber in Tat und Wahrheit über unzählige Höhenmeter und Kurven. Ausserdem brauchen Fahrer und Passagiere auf öters mal eine Pause, da die Qualität der Strassen einiges zu wünschen übrig lässt. Die Fahrt mit dem Bus ist aber trotzdem ein einmaliges Erlebnis, die Landschaft sehr abwechslungsreich und im Vergleich zu Kathmandu ist das Landleben, dass wir durch die Fenster beobachten sehr sehr ruhig!
Tag 1 Jiri-Shivalaya
Gegen fünf Uhr kommen wir in Jiri an. Ein lebhaftes kleines Dorf. Es ist das Zentrum der Region und die Leute kommen von weit her um mit dem Bus in die Stadt zu fahren. Wir aber haben nach der Grossstadt Kathmandu noch gar kein Bedürfnis nach Zivilisation und beschliessen, noch am gleichen Abend die erste Etappe über einen kleinen Pass bis nach Shivalaya in Angriff zu nehmen. Es ist noch hell und der Marsch nach Shivalaya sollte gerade noch bis zum Einbruch der Dunkelheit möglich sein. Zum ersten mal haben wir hier einen Einblick in das Landleben von Nepal. Viele kleine Felder mit Hirse überziehen die Hänge der Berge und Hügel. Dazwischen immer wieder ein Haus mit einigen Tieren davor. Die Leute sind freundlich und interessiert. Namaste wird unser einziges dafür vielgebrauchtes Nepalesisches Wort auf dieser Reise!
Am Abend schlagen wir unser Zelt auf der Almend von Shivalaya auf.
Tag 2 Shivalaya-Kenja
Tag 3: Kenja-Lamjura
Tag 4: Lamjura-Junbesi
Tag 5: Junbesi-Nuntala
Tag 6: Nuntala-Bupsa
Tag 7: Bupsa-Cheplung
Tag 8 Cheplung-Namche Bazar
Tag 9,10: Namche Bazar
Tag 11: Namche Bazar - Phortse
Tag 12: Phortse-Luza
Tag 13: Luza-Goyko
Tag 14: Besteigung des Goyko-Ri
Tag 15: Goyko Ri-Dragnak
Tag 16: Dragnak-Lobuche
Tag 17: Lobuche-Gorak-Shep-Dingboche
Tag 18: Dingboche-Namche Bazar
Tag 19: Namche Bazar-Lukla
Tag 20 Flughafen Lukla
Tag 21 Flug nach Kathmandu
Die Königstädte
Nützliche Infos